Parkinsongruppe
Bad Mergentheim
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Es ist vollbracht! Wir haben die Jubiläumsfeier erfolgreich hinter uns gebracht. Monatelange Vorbereitungen haben sich endlich gelohnt.

Sicher erinnert Ihr Euch an die Parkinson-Tagung, die wir im vergangenen September für den Landesverband organisiert haben. Ein ähnliches Großereignis haben wir nun gerade wieder mit Erfolg gemeistert, nämlich das 25 jährige Jubiläum der Regionalgruppe Bad Mergentheim, meiner Regionalgruppe. Das heißt nicht, dass ich die Gruppe schon 25 Jahre leite, aber wenn du am Stichtag an der Spitze stehst, dann mußt Du mit deinen Leuten ran und die ganze Fete organisieren.
Schon im Februar setzten wir uns zusammen und berieten, was wir machen könnten. Einer  hatte die Idee, die Mitglieder könnten in einer kleinen Ausstellung ihre Hobbies vorstellen. Es gibt ein paar sehr talentierte Maler unter uns, die würden einige ihrer Bilder ausstellen. Ein anderer, Doktor der Gartenbauwissenschaften, beschäftigt sich z.Zt. mit der Energiepflanze „Silphium perfoliatum“, die in absehbarer Zeit den Mais als Rohstoff für Biogas durchaus ablösen könnte. Schließlich brachte ich mich noch mit meinem erlernten, aber seit langer Zeit nicht mehr .
ausgeübten Beruf des Geigenmachers ein, in dem ich zeigen wollte, wie man eine beschädigte Geige repariert und wie ein Geigenbogen neu behaart wird..                                                                                                     Nachdem wir uns auf ein Datum geeinigt hatten, ging die Suche nach einem Saal los, und wir hatten Glück: der selbe Saal wie im September war noch frei, und wir erhielten die Zusage. Auch das Catering war schnell geregelt: die Katholische Frauengemeinschaft stand uns wieder zur Verfügung.                                                                Nächstes Problem: Einen Festredner finden.Wir wollten diesmal keinen Neurologen und kein neurologisches Thema, sondern über praktische Selbsthilfe vortragen, Es dauerte ca. vier Wochen, bis wir fündig wurden: Unsere stellvertretende Bundesvorsitzende, Frau Braatz, war bereit, das Thema auszuarbeiten und vorzutragen. Ihr Titel lautete: „Die Bedeutung der Selbsthilfegruppe füt Betroffene und Angehörige“ Unter uns: ein Thema, an das ich mich nicht herangrewagt hätte.                             Doch unsere Frau Braatz zog sich glänzend aus der Affäre, so gut, dass am Schluss ihrer Rede keine Frage mehr offenblieb.                                 Nun fehlte uns noch eine Musik, und da stellte sich heraus, dass wir einen wichtigen Punkt übersehen hatten: Unsere Veranstaltung sollte am 19.05.2012 stattfinden, am 17. aber war Christi Himmelfahrt, Vatertag, langes Wochenende mit Brückentag. Die meisten Musiker waren mit irgendwelchen Vatertagsgruppen unterwegs. Ich erhielt 16 (!) Absagen., bis endlich ein Alleinunterhalter mit Keyboard mir die Zusage gab.                             Der große Tag kam, die Hobbyausstellung war gut besucht, vor allem die Bilder. Pünktlich um halb zwei begann der Musiker zu spielen, die Leute nahmen Platz, und ich konnte meine Begrüßungsrede absetzen. Die Rangfolge war vorher rechtzeitig geklärt worden: Nach mir der Bürgermeister als Hausherr des Saales , dann der Landrat, der dieses Mal selbst erschienen war, und zum Schluß der Stellvertreter des Oberbürgermeisters von Bad Mergentheim. Soweit, so gut                                                                                                                                    Ich fiel fast vom Stuhl, als der Landrat urplötzlich seine Linie verließ und begann Witze zu erzählen über das gestörte Verhältnis zwischen Schwaben und Badensern. Das ließ der Bürgermeister Beetz natürlich so nicht stehen und setzte noch eins drauf, was wiederum den Mergentheimer OB-Vertreter auf den Plan rief, der nun auch noch seinen Senf dazu geben mußte. Sie schaukelten sich richtig gegenseitig auf, und ich mußte mir jetzt etwas einfallen lassen; denn mein nächster Programmpunkt war die Totenehrung. Endlich gelang es mir, das Spiel zu unterbrechen und diese Klippe zu umschiffen, ohne jemand von den Ehrengästen vor den Kopf zu stoßen.. Dabei war mir der Musiker eine große Hilfe. Er setzte mit der richtigen Musik im exakt richtigen Moment ein , und im Augenblick der Totenehrung war es absolut ruhig im Saal.

Danach lief alles wie am Schnürchen. Mein Vortrag über Gründung und Entwicklung der Gruppe fand große Aufmerksamkeit, und die anschließende Ehrung langjähriger Mitglieder wurde auch mit Interesse verfolgt.
Der Festvortrag über die Bedeutung der Selbsthilfegruppen war so gut, dass ich mit einem Toast auf die Zukunft der Gruppe  den offiziellen Teil der Feier beenden konnte, die in gemütlichem Geplauder ausklang. Wieder eine Schlacht geschlagen.